Gesellschaft

1. Vorsitzender:
Dr. Karl Ortseifen

Zum Knechelsberg 7
55127 Mainz
Tel. (06131) 35806
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Vereinskonto Nr. IBAN: DE32 5505 0120 0024 0017 03, BIC: MALADE51MNZ


"Treffen/Vorträge am 2. Freitag im Monat um 17:15 Uhr im Vortragssaal des Pfarrzentrums St. Peter (Petersstraße 3) in Mainz".

Aktuell

Aktuell:

 

24.-26. September 2021

100-Jahrfeier der Numismatischen Gesellschaft Mainz - Wiesbaden,

18. Deutsches und 56. Süddeutsches Münzsammlertreffen im Erbacher Hof zu Mainz

 

 Die Tagung, die erste größere Präsenzveranstaltung der Numismatiker seit Beginn der Corona-Krise,  findet gemäß Landesverordnung unter strikter Anwendung der 3-G-Regel statt (geimpft, genesen, PCR-getestet) statt. Bitte unbedingt den diesbezüglichen Nachweis bei der Registrierung (ggfls. auch Personalausweis) vorlegen, denn ohne ihn dürfen Sie nicht in die Tagungsräume. Auch gilt weiterhin die Maskenpflicht bei Bewegung im Raum, nicht jedoch am Platz. Bei den Mahlzeiten gelten die in Restaurants üblichen Regeln. Damit dürften wir weitgehend sicher und unbeschwert tagen und feiern können.

Anders als im September-Heft des NNB angekündigt, finden die Vorträge am 25. und 26.9. im Hauptgebäude des Erbacher Hofs statt, und zwar im Ketteler-Saal. Dieser große Vortragssaal konnte zuletzt noch zugesagt werden.

Zum Parken empfiehlt sich die Tiefgarage Rheinufer (gegenüber Stadtbibliothek); es ist die günstigste und angenehmste Parkgarage. Der Fußweg zum Erbacher Hof kann dann schön am Rheinufer entlang (15 Min.) der Erholung dienen.

Die Mainzer Münzfreunde wünschen Ihnen eine gute Anreise und freuen sich auf die Tagung und die Begegnung.

 

Vorschau 3. Quartal 2021

13. August 2021

Ludwig Kranz (Mommenheim): „Kaiser Valentinian I. (364-375): Er war nie in Rom, prägte aber die Pfalz"

 

10. September 2021

Informationen zum 56. Süddeutschen Münzsammlertreffen und Vortrag von Edwin Roth (Wiesbaden): „Christliche Symbole in der Konstantinischen Dynastie, Teil II“

 

8. Oktober 2021

Dr. Wolfgang Dreher (Hanhofen): „Bergbauprägungen aus dem Siegerland und Sauerland“ 

 

Programm

 

Jahresprogramm 2020

Wegen der  Sanierung des Rathauses werden die Veranstaltungen in den Vortragssaal des Pfarrzentrums St. Peter, Petersstraße 3, verlegt, Beginn 17:15 Uhr

 

10. Januar 2020,

Ludwig Kranz, Mommenheim: „Faszination Antike – Erfahrungen eines begeisterten Sammlers“ 

 

7. Februar 2020 (vorverlegt)

Mitgliederversammlung. Im Anschluss Kurzvortrag von Edwin Roth, Wiesbaden: „Christliche Symbole in der Konstantinischen Dynastie“

 

13. März 2020

Ekkehard Friedrich, Mainz: „Von der Monarchie zur Republik – französische Münzen vor und nach der Revolution von 1789“

 

3. April 2020

Dr. Barbara Simon, Ludwigshafen: „Die ganze Welt an einem Ort – Weltausstellungen im 20. Jahrhundert und ihre Medaillen“ (Teil II)

 

8. Mai 2020

Prof. Dr. Ulrich Hübner, Mainz: „Die Münzen der Nabatäer“

 

12. Juni 2020

Dr. Wolfgang Dreher, Hanhofen: „Bergbaugepräge aus dem Bereich von Lahn, Mosel und Pfalz“

 

11. Juli 2020 (Samstag)

Jahresausflug Vorschlag: Bad Neuenahr-Ahrweiler mit Altstadt und Römervilla. Abfahrt 8:45 Uhr, Koblenzer Straße/Lucy-Hillebrand-Straße, Einfahrt Fachhochschule

 

14. August 2020 Winfried Stein, Erlangen: „Das Brandenburger Tor auf Geldzeichen und Medaillen – Die Instrumentalisierung eines nationalen Symbols“

 

11. September 2020

Christian Stoess, M.A., Berlin: „Alexander von Humboldt: Münzen und Medaillen“

 

9. Oktober 2020

André Madaus, Ingelheim: „Römische Fundmünzen von einer Ingelheimer villa rustica“

 

13. November 2020

Dr. Elke Klöppel, Aarbergen: „The Dark Ages in Britain: Mythos und Münzen“

 

11. Dezember 2020  

Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

 

Jahresprogramm 2019

 

Ludwig Kranz, Mommenheim: „Römische Verkehrswege im Lichte römischer Münzen“

 Kurzvortrag: Dr. Karl Ortseifen, Mainz: „‘Small Latin and less Greek‘ – über die Verwendung alter Sprachen auf den Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland“

Edwin Roth, Wiesbaden: „Das Christogramm in der römischen Münzprägung von 315 bis 353“

Leif Kullmann, Nackenheim: „Götterdarstellungen auf den Münzen der Severer“            

Prof. Dr. Ulrich Hübner, Mainz: „Die Münzprägung der Hasmonäer im hellenistischen Palästina“

Dr. Wolfgang Dreher, Hanhofen: „Die Münzen der russischen Zaren von Alexander I. bis Nikolaus II.“

Dr. Andreas Kaiser, Osnabrück: AT „Was bei Auktionen alles schieflaufen kann: Erfahrungen eines Auktionators“

Jahresausflug nach Bad Wimpfen

Dr. Barbara Simon, Ludwigshafen: „Die ganze Welt an einem Ort - Weltausstellungen im 19. Jahrhundert und ihre Medaillen“

Timo Kissinger, M.A., Selzen:  „Ein neu entwickeltes Verfahren zur Digitalisierung römischer Fundmünzdaten“

Prof. Dr. Eckhart Pick: „Ferdinand Korn aus Mainz, Medailleur und Münzmeister: Wahrheit und Legende“

Dr. Ulrich Klöppel, Aarbergen: „Die Vogelmännchen aus dem Rheinland, eine Übersicht zu Scheers Serie 56“

Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

 

Jahresprogramm 2018

 

Ludwig Kranz (Mommenheim): „Politische Krisen – numismatische Raritäten. Seltene Münzen aus der römischen Kaiserzeit bis Ende des 3. Jahrhunderts“ 

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen

Dr. Karl Ortseifen (Mainz): „Die Gedenkmünzen der USA in der sog. klassischen Phase 1892-1954, Teil II“

Dr. Frank Berger (Frankfurt): „Der Weg des Silbers: Von Potosi nach Frankfurt“

Dr. Wolfgang Dreher (Hanhofen): „Die Münzen der russischen Zaren von Peter dem Großen bis Paul (18. Jahrhundert)“

Dr. Rainer Albert (Speyer): „Die Befreiungshalle von Kelheim und ihre Bedeutung in der Numismatik“

Jahresausflug ( Lich und Kloster Arnsberg)

                               Abfahrt 9:00 Uhr,  Koblenzer Straße/Lucy-Hillebrand-Straße, Einfahrt Fachhochschule

Christian Stoess (Frankfurt): AT: „Vor 600 Jahren – 1418: Reichsmünzpolitik vs. Kurrheinischer Münzverein“

Prof. Dr. Wolfgang Dobras (Mainz): „Carl von Dalberg auf Medaillen seiner Zeit“

Ludwig Kranz (Mainz): “Kaiser Diocletian und seine Reformen“

 

9. November 2018

Dr. Elke Klöppel (Aarbergen): „Boudicca – Aufstand gegen die Römer“

 

14. Dezember 2018

Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

Jahresprogramm 2017

 

Ludwig Kranz (Mommenheim): „Ikonographie auf keltischen Münzen“

Mitgliederversammlung; im Anschluss zweiter Teil des Vortrages

Dr. Karl Ortseifen: Die Gedenkmünzen der USA in der sog. klassischen Phase 1892-1954

Rudolf Ritter (Mainz): „Das Geld von Deutsch-Ostafrika, Teil I: Ersatzmarken (token) und  Notmünzen“

Dr. Jürgen Wild (Bad Säckingen): „Neue Überlegungen zu Erzbischöflich-Mainzer Münzstätten in Westthüringen und ihren Prägungen“

Timo Kissinger (Selzen): „Die römischen Fundmünzen aus Rheinhessen“

Dr. Wolfgang Dreher (Hanhofen): „Vulkaneifel (Kreis Mayen- Koblenz): Geschichte und Numismatik“

Jahresausflug (Neckarsteinach und Hirschhorn)

Abfahrt  9.00 Uhr,  Parkplatz Universität, Ackermannweg/Koblenzer Str.

Dr. Barbara Simon (Ludwigshafen): „Die Münzprägung von Syrakus“

Marco Müller (Karlsruhe): „Was geschieht mit meiner Sammlung? – Lebenswerke schützen!“

Dr. Florian Haymann (Frankfurt): „Damnatio memoriae in nummis – zur bewussten Beschädigung der Kaiserbilder auf Münzen“

Dr. Ulrich Klöppel (Aarbergen): „Ungeliebt? - Münzfälschungen aus 2600 Jahren“

Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

 

Jahresprogramm 2016

Ludwig Kranz (Mommenheim): „Kinderdarstellungen auf römischen Münzen“

Mitgliederversammlung; im Anschluss Kurzbeiträge von Mitgliedern

Horst-Dieter Müller (Friedrichsdorf): „Die Münzen von Hessen-Kassel und ein Blick in seine Geschichte“

Dr. Wolfgang Dreher (Hanhofen): „Die Münzen von Hessen-Darmstadt im 18. Jahrhundert“

Markus Floeth (Mainz): Neue Erkenntnisse zu Euro-Fälschungen (AT)

Dr. Jürgen Wild (Bad Säckingen): „Erzbischöflich-Mainzer Münzstätten in Westthüringen und ihre Prägungen“

Jahresausflug (Wetzlar und Herborn) ( Samstag! )

Gunter Walde (Ludwigshafen): „Die städtische Münzprägung Erfurts“

Dr. Karl Ortseifen (Mainz): „Das Münzwesen der USA, Teil II: Die Gedenkmünzen der sog. klassischen Phase (1892-1954)“

Allgemeiner Beratungsabend

Dr. Elke Klöppel (Aarbergen): „Matilda: Deutsche Kaiserin, Königin von England“

Jahresabschlussfeier mit Ausstellungen und Tombola

 

Jahresprogramm 2015

 

Dr. Barbara Simon, Ludwigshafen: „Die Außenpolitik des Augustus im Spiegel der Münzen"

Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen; im Anschluss Kurzvortrag von Dr. Ortseifen, Mainz: „'Vigo' und Zum Hintergrund der entsprechenden britischen Prägungen von 1702/03 und 1745/46"

Dr. Ursula Kampmann, Lörrach: „Sizilien - Heimat der schönsten Münzen aller Zeiten"

Christian Stoess, Frankfurt: „Zur Mainzer Guldenprägung im späten Mittelalter"

Reinhard Goldschmidt, Karlsruhe: „Der Rappenmünzbund"

Dr. Rainer Albert, Speyer: „31 v. Chr. - Die Erringung der Weltherrschaft durch Octavian/ Augustus"

Jahresausflug (Limeskastell Pohl, Nassau, Kloster Arnstein)

Rudi Zang, Mainz: „Kleopatra VII. und das Ende des Ptolemäerreiches"

Dr. Joachim Zeitz, Bad Homburg: „Albert de Jaeger und seine Medaillenkunst"

Workshop (II) für Schülerinnen und Schüler zur Bestimmung spätrömischen Münzen (Leitung Ludwig Kranz, Mommenheim) Ludwig Kranz

 

Berichte

Rückblik

Die Mitgliederversammlung am 9. Februar 2018 wählte folgenden Vorstand: Erster Vorsitzender Dr. Karl Ortseifen; Zweiter Vorsitzender Prof. Dr. Eckhart Pick; Schatzmeister Jürgen Flöte; Schriftführer Ludwig Kranz; Beisitzer Prof. Dr. Wilfried Back, Dr. Konrad Bech, Timo Kissinger, Brigitte Mohr. Für fünfzigjährige Mitgliedschaft sprach die Numismatische Gesellschaft Mainz-Wiesbaden den Dr. Gerhard Brüggemann und Werner Hess Dank und Anerkennung aus.

 

Mitgliederversammlung 13. Februar 2015

Für seine Verdienste um die Gesellschaft als langjähriger Schatzmeister erhielt Jürgen Flöte die Ehrenmedaille der Numismatischen Gesellschaft Mainz-Wiesbaden.

 

Am 3. April 2014 veranstaltete die Numismatische Gesellschaft Mainz - Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Latein am Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur einen Workshop zur Bestimmung spätrömischer Münzen. 43 Schülerinnen und Schüler nahmen mit Eifer an diesem Workshop teil, der in bewährter Weise von Ludwig Kranz unter Mitwirkung von Wilfried Back, Konrad Bech und Karl Ortseifen vorbereitet und geleitet wurde. Wie auch bei der Veranstaltung in Mainz im vergangenen Jahr durften die Teilnehmer die jeweils bestimmte Münze behalten. Es bleibt die Erwartung, dass die zu beobachtende Begeisterung der Schülerinnen und Schüler an römischen Münzen erhalten bleibt.

 

Darüber hinaus fand aus Anlass des VII. Römertags der Region Rheinhessen am 27. April 2014 in Mommenheim ein ähnlicher Workshop statt, der in Zusammenarbeit mit dem Verein „Historia Mommenheim e. V." gestaltet wurde. 25 interessierte Teilnehmer aller Altersstufen konnten nach der Bestimmung der jedem zugeteilten spätrömischen Münze diese als Grundstock einer Sammlung behalten.

Ludwig Kranz

 

Die Mitgliederversammlung beschloss am 14. Februar 2014, Eberhard Link in Anerkennung seiner fünfzigjährigen verdienstvollen Mitgliedschaft mit der Ehrenmitgliedschaft auszuzeichnen. Ludwig Kranz erhielt für besondere Verdienste um den Verein die Ehrenmedaille.

 

Medaillen

Jubiläumsmedaille „100 Jahre Numismatische Gesellschaft Mainz-Wiesbaden“

Zu ihrem hundertjährigen Bestehen hat die Numismatische Gesellschaft Mainz-Wiesbaden von 1921 e.V. eine Medaille herausgegeben, die von Victor Huster, Baden-Baden, gestaltet und im Hochrelief geprägt wurde. Die Hauptmotive auf beiden Seiten widmen sich den Residenzschlössern in Mainz und Wiesbaden (Biebrich), von denen Gebäudeteile mit hohem Erkennungswert dargestellt sind. Die zwei benachbarten Schlösser am linken und rechten Ufer des Rheins stehen für die Verbundenheit der Münzfreunde in beiden Städten und ihrem jeweiligen Umland während einhundert Jahren.

Vs. Vor der gewellten Uferlinie des Rheins erscheint der Erker an der Südwestecke des kurfürstlichen Schlosses in Mainz, der mit seiner reichen Bauornamentik in Formen der Renaissance besondere kunsthistorische Bedeutung besitzt. Er stammt aus der ersten Bauphase des Schlosses, die unter  Georg Friedrich von Greiffenklau 1628 begonnen und von Anselm Casimir Wambolt von Umstadt 1629 bis 1631 fortgesetzt wurde. Aus dem Fassadenschmuck ragen die Sandsteinbüsten von historisch bedeutsamen Persönlichkeiten hervor, die allerdings erst zwischen 1903 und 1922 in Anlehnung an eine vermutete ältere Porträtgalerie in die gesprengten Fenstergiebel des Schlosses eingesetzt wurden. Im 1. Obergeschoss sind es überwiegend Personen der kurmainzischen Geschichte, im 2. Obergeschoss überwiegend Personen der Antike. Vom abgebildeten Erker stammt die vom Mainzer Bildhauer Ludwig Lipp gestaltete Büste Diethers von Isenburg, des Erbauers der angegliederten Martinsburg (1478-1481) und Gründers der Mainzer Universität (1477), die ihrerseits 2021 den 75. Jahrestag der Wiedereröffnung von 1946 begeht. Links unten erscheint die Bildseite eines Mainzer Martins- bzw. Bettlertalers von 1567, geprägt unter Daniel Brendel von Homburg im als Münze eingerichteten Vorgängergebäude des Alten Zeughauses („Zum Sautanz“). Am rechten Rand bekundet die Gedenkinschrift „100 Jahre Numismatische Gesellschaft Mainz-Wiesbaden“ den Anlass der Medaillenprägung. Das Mainzer Stadtwappen von  der Toreinfahrt im Rheinflügel des Schlosses beschließt das Motivprogramm der Vorderseite.

Rs. Am angedeuteten Rheinufer in Wiesbaden-Biebrich erhebt sich das nassauische Residenzschloss, dessen formvollendeter Rundbau zwischen dem Ost- und Westflügel vom kurmainzischen Oberbaudirektor Maximilian von Welsch von 1710 bis 1718 errichtet wurde. Von den barocken Figuren antiker Götter auf der Attika der Rotunde wird die mit Speer und Schild ausgestattete Athena/Minerva als Hüterin von Handwerk, Kunst und Wissenschaft symbolhaft für die Beschäftigung vieler Numismatiker mit der Antike hervorgehoben. Es handelt sich um eine der Kopien der verwitterten originalen Sandsteinskulpturen, die 1896-1898 von der Firma Höppli in Wiesbaden aus Terrakotta gefertigt wurden. Die doppelläufige Freitreppe zur Rotunde stammt von 1826/27. Das numismatische Äquivalent zur Vorderseite bildet ein herzoglich nassauischer Kronentaler von 1817, gestaltet vom Mainzer Medailleur Johann Lindenschmit und geprägt in Limburg/Lahn. Das Wiesbadener Stadtwappen von 1610 am Alten Rathaus ergänzt das zur Vorderseite parallele Motivprogramm, das eindrucksvoll die historische Verflechtung der beiden Rheinseiten auch über politische Grenzen hinweg belegt. Die Jahreszahlen 1921 und 2021 heben den hundertjährigen Zeitrahmen des Wirkens der Numismatischen Gesellschaft Mainz-Wiesbaden hervor. Signatur: VH

Entwurf und Prägung: Victor Huster, Baden-Baden, WV 2021.08

  1. a) Kupfer, 245,8 g, 60 mm, Auflage: 50, b) Silber (Abschläge vorgesehen)

Anm.: Die Medaille erscheint zugleich zum 18. Deutschen und 56. Süddeutschen Münzsammlertreffen in Mainz (24.-26.9.2021). Wegen der durch die Covid-19-Pandemie zu Beginn des Jahres herrschenden Unsicherheit über die Durchführung wurde auf einen entsprechenden Hinweis auf der Medaille verzichtet. Kontakt für Interessenten: karl-ortseifen[ at ]t-online.de

Medaille auf die jüdischen SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz

Zur Erinnerung an die mittelalterlichen jüdischen SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz sowie zur Förderung der Pflege ihres Erbes geben die Numismatischen Gesellschaften Mainz-Wiesbaden und Speyer die vorliegende Medaille heraus. Sie wurde gestaltet und geprägt von Victor Huster in Baden-Baden.

Seit dem 10. und 11. Jahrhundert sind jüdische Gemeinden in den drei rheinischen Städten nachgewiesen. Im 12. Jahrhundert schlossen sich diese Gemeinden zum sog. SchUM-Verband (Akronym aus dem jiddischen Schpira, Warmaisa und Magenza) zusammen, der in religiösen,  rechtlichen und kulturellen Fragen Vorschriften und Satzungen erließ („Takkanot-SchUM“), die für den gesamten aschkenasischen Raum galten. Die Gemeinden waren durch bedeutende Rabbiner und von ihnen geleitete Hochschulen Zentren jüdischer Gelehrsamkeit. Wenn es auch im Zeitalter der Kreuzzüge und Pestepidemien immer wieder zu Verfolgungen und Vertreibungen kam, blieben die SchUM-Gemeinden doch bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts bestehen. Erst durch die nachfolgenden Ausweisungen und Auswanderungen lösten sie sich auf.

 

Im Sinne einer Lesung aus einer Thorarolle stellt die Vorderseite der Medaille (zurückgerollte Seite rechts) vor dem Hintergrund eines Davidssterns auf gewelltem Pergament, die historischen Brüche symbolisierend,  wichtige mittelalterliche Erinnerungsorte der SchUM-Gemeinden vor (Ortsnamen in Iwrith und jiddisch). Für Speyer sind dies die Reste der alten Synagoge und der Mikwe vom Anfang des 12. Jahrhunderts, für Worms steht die alte Synagoge von 1174, die nach der Zerstörung im Dritten Reich 1961 rekonstruiert wieder eröffnet wurde. In Mainz erinnern die Grabsteine auf dem

„Judensand“ an die mittelalterliche Gemeinde, in der der berühmte Talmudlehrer Gerschom ben Jehuda (ca. 960-1028 bzw. 1040) wirkte; ihm verlieh man den Ehrentitel „Leuchte der Diaspora“ („Meor ha-Gola“).  Sein mittelalterlicher Gedenkstein steht stellvertretend für die vielen jüdischen Gelehrten der drei Gemeinden.

Die Rückseite (schmales Rollenende links) wendet sich dem neuen jüdischen Leben der drei Städte in der Gegenwart zu, wobei ihre Wahrzeichen eine identische räumliche Position einnehmen wie auf der Vorderseite.  Speyer und Mainz sind vertreten durch ihre neuen Synagogen von 2011 bzw.2010, wobei die aus den Lettern für „Keduschah“ (Heiligung) gestaltete expressive Fassadenarchitektur der neuen Mainzer Synagoge von Manuel Herz besonders hervortritt. Sie trägt am Eingang den Ehrennamen „Licht der Diaspora“ und stellt auf diese Weise den Bezug zur mittelalterlichen Gemeinde her. In Worms bleibt der alte jüdische Friedhof „Heiliger Sand“ bis zum heutigen Tag viel besuchter Erinnerungsort. Die Grabsteine von Rabbi Meir Maharam ben Baruch Rothenburg (links) und des Kaufmanns Alexander ben Schlomo Wimpfen (rechts) von 1307 sind besonders verehrte Ziele frommer Besucher, wie die aufgelegten „Kwitlekh“ (Fürbittzettel) zeigen. Neben den deutschen Ortsnamen der drei Städte erscheinen noch die Namen der herausgebenden numismatischen Gesellschaften sowie die Signatur des Medailleurs.

Es bleibt ein Wunsch der herausgebenden Vereine und des Medailleurs, dass dem seit 2012 in der Vorbereitung begriffenen Antrag der drei Städte, das Erbe der SchUM-Gemeinden in die Liste des UNESCO-Welterbes aufzunehmen, Erfolg beschieden sei.

Die Medaille zu ca. 215 g in Cu, Durchmesser 59 mm, Auflage 60, wird zum Preis von € 85 abgegeben. Silberabschläge zu ca. 200 g, 925 fein,  sind auf Bestellung (Frist 15.2. 2019) zum Preis von € 285 lieferbar.

Bestellungen richten Sie bitte an  Dr. Karl Ortseifen (Mainz) karl-ortseifen[at]t-online.de, Tel. 06131-35806

Medaille auf Albrecht von Brandenburg ( 1490 -1545) und den Marktbrunnen in Mainz (1526)

Medaille auf Albrecht von Brandenburg ( 1490 -1545) und den Marktbrunnen in Mainz (1526)

Aus Anlass des 500. Jahrestages der Wahl Albrechts von Brandenburg zum Erzbischof und Kurfürsten von Mainz (1514) gibt die Numismatische Gesellschaft Mainz-Wiesbaden eine Medaille heraus, die von Victor Huster, Baden-Baden, gestaltet und in seinem Betrieb geprägt wurde. Bekanntlich hatte die Wahl Albrechts, nachdem er bereits die Stifte Magdeburg und Halberstadt übernommen hatte, im Jahr 1517 einen Ablasshandel zur Folge, der teilweise zur Finanzierung der Sondergenehmigung durch Rom diente und heftigen Widerspruch insbesondere durch Martin Luther erfuhr. Hierin liegt ein wesentlicher Anlass zur Reformation. Insofern fügt sich diese Medaille auch in das Themengebiet „Reformatio in nummis" ein.

Die Vorderseite der Medaille zeigt Albrecht von Brandenburg mit Kardinalsbirett nach einem Kupferstich von Albrecht Dürer aus dem Jahre 1523, bekannt als „Der große Kardinal“. Dürer porträtierte auf realistische Weise einen Kirchenfürsten, dessen Züge ausgeprägte Sinnenfreude erkennen lassen. Das quadrierte kleine Wappen des Kurfürsten zeigt unter dem Kardinalshut, Schwert, Kreuzstab und Bischofsstab die Wappen der Markgrafschaft Brandenburg, des Herzogtums Pommern, der Burggrafschaft Nürnberg und das Stammwappen Hohenzollern. Als Herzschilde erscheinen die Wappen der drei Stifte Mainz, Magdeburg und Halberstadt. Das hinterlegte Dreieck setzt den Bezug zur Rückseite der Medaille, die den von Albrecht 1526 gestifteten Marktbrunnen in Mainz zeigt. Der un-mittelbare Anlass der Stiftung des Brunnens, vermutlich gestaltet von dem Mainzer Bildhauer Peter Schro (ca. 1490-1542), waren das Ende des Bauernkrieges und der Sieg Kaiser Karls V in der Schlacht von Pavia. Als Marktbrunnen sollte er Zeichen sein für die Versöhnung zwischen Landesherrn und Mainzer Bürgertum und erscheint als Gesamtbild in seinem elegant nach oben strebenden Aufbau mit einer Marienstatue als bekrönendem Abschluss. Daneben werden aus der Fülle der Figuren- und Rankenornamentik an den Pfeilern zwei Motive, platziert um einen angedeuteten Brunnenschacht, hervorgehoben. Zum einen erscheint das Spottbild auf den trunkenen Bauern, der für seine Zügellosigkeit angeprangert wird. Bezeichnenderweise hält er neben einem Weinkrug auch einen Hahn als Symbol der Streitlust in den Händen und stößt im Sturz einen Wasserkrug um. Das zweite Motiv zeigt nebeneinander Köcher und Fiedelbogen, Laute und Hörnerbogen, um symbolisch auf die Kunst als eine das Kriegerische besiegende Kraft zu verweisen; darüber hinaus ist es als Anspielung auf die Kunstliebe des Kurfürsten zu verstehen. Die Medaille erscheint in Kupfer zu ca. 200 g im Durchmesser von 64 cm und ist für € 70 (zzgl. Versand) zu erwerben. Die Auflage beträgt 60 Exemplare. Silberabschläge zu ca. 214 g sind für €  234 + Mwst. auf Vorbestellung lieferbar. Bestellungen richten Sie bitte an karl-ortseifen[at]t-online.de (Tel. 06131-35806).

Karl Ortseifen

100 Jahre

 

18. Deutsches und 56. Süddeutsches Münzsammlertreffen

      sowie

100-Jahrfeier der Numismatischen Gesellschaft Mainz-Wiesbaden von 1921 e.V.

vom 24. bis 26. September 2021

Die Deutsche Numismatische Gesellschaft e.V. und die Numismatische Gesellschaft Mainz-Wiesbaden von 1921 e.V. laden Sie und alle Münzfreunde zum 18. Deutschen und 56. Süddeutschen Münzsammlertreffen und zur 100-Jahrfeier der Numismatischen Gesellschaft Mainz-Wiesbaden vom 24. bis 26. September 2021 in den Erbacher Hof zu Mainz (Tagungszentrum des Bistums Mainz) ein.

Die Veranstaltung steht selbstverständlich unter dem Vorbehalt der behördlichen Regelungen zur Corona-Pandemie im September 2021. Das Tagungsthema lautet

GELD UND WIRTSCHAFT IM SÜDWESTEN

Achtung:

 Die Tagung, die erste größere Präsenzveranstaltung der Numismatiker seit Beginn der Corona-Krise,  findet gemäß Landesverordnung unter strikter Anwendung der 3-G-Regel statt (geimpft, genesen, PCR-getestet) statt. Bitte unbedingt den diesbezüglichen Nachweis bei der Registrierung (ggfls. auch Personalausweis) vorlegen, denn ohne ihn dürfen Sie nicht in die Tagungsräume. Auch gilt weiterhin die Maskenpflicht bei Bewegung im Raum, nicht jedoch am Platz. Bei den Mahlzeiten gelten die in Restaurants üblichen Regeln. Damit dürften wir weitgehend sicher und unbeschwert tagen und feiern können.

Anders als im September-Heft des NNB angekündigt, finden die Vorträge am 25. und 26.9. im Hauptgebäude des Erbacher Hofs statt, und zwar im Ketteler-Saal. Dieser große Vortragssaal konnte zuletzt noch zugesagt werden.

Zum Parken empfiehlt sich die Tiefgarage Rheinufer (gegenüber Stadtbibliothek); es ist die günstigste und angenehmste Parkgarage. Der Fußweg zum Erbacher Hof kann dann schön am Rheinufer entlang (15 Min.) der Erholung dienen.

Die Mainzer Münzfreunde wünschen Ihnen eine gute Anreise und freuen sich auf die Tagung und die Begegnung.

 

PROGRAMM

Freitag, 24. September 2021

18.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „100 Jahre Numismatische Gesellschaft Mainz-Wiesbaden“ im Stadtarchiv Mainz

Prof. Dr. Wolfgang Dobras: „Das städtische Münzkabinett und das erste Jahrzehnt der Numismatischen Gesellschaft Wiesbaden-Mainz“,

Dr. Karl Ortseifen: „Einführung in die Ausstellung“.

Anschließend Empfang der Stadt Mainz

20.00 Uhr Abendessen im Weinhaus Wilhelmi

 

Samstag, 25. September 2021

10.00 Uhr

Eröffnung der Tagung „Geld und Wirtschaft im Südwesten“ im Erbacher Hof.

Begrüßung: Dr. Ortseifen, Vorsitzender;

Grußworte: Frau Ministerin Katharina Binz; Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Michael Ebling;

Eröffnung: Frau Dr. Barbara Simon, Präsidentin der DNG

10.30 Uhr

Vortrag Prof. Dr. Sven Günther:  „Germanen, Geld und das Imperium Romanum bei Tacitus“

11.15 Uhr

Verleihung des Eligius-Preises an Dr. Peter Ilisch. Laudatio Dr. Gerd Dethlefs

11.45-12.30 Uhr Empfang

12.30-14.00 Uhr Mittagessen

14.15-14.45 Uhr

Vortrag Dr. Ulrich Klein: „Der stehende Erzbischof auf dem Kapitell. Die Mainzer Goldguldenprägung von 1365 bis 1373/74“

14.45-15.15 Uhr

Vortrag Christian Stoess, M.A.: „Die Mainzer Goldgulden in der Sammlung der Eremitage“

15.15-16.00 Uhr Diskussion, im Anschluss Kaffeepause

16.30 Uhr Führungen in zwei Gruppen:

1. Museum für Antike Schifffahrt.

2. Führung durch Isis- und Magna Mater-Heiligtum

19.00 Uhr Abendessen im Erbacher Hof

 

Sonntag, 26. September 2021

10.00-10.30 Uhr

Vortrag Dr. Konrad Schneider: „Der mainzischpfälzische Sonderverein innerhalb des Rheinischen Münzvereins“

10.30-11.00 Uhr

Vortrag Dr. Karl Weisenstein: „Verhandlungen und Vertrag von 1477 im Rheinischen Münzverein“

11.00-11.30 Uhr Diskussion, im Anschluss Kaffeepause

11.30-12.00 Uhr

Vortrag Prof. Dr. Wolfgang Dobras: „Die hohenloheschen Ortsgulden des Ulrich Burkhard Willerding. Zu den Praktiken eines Kurmainzer Münzmeisters während der Zweiten Kipperzeit“

12.00-12.30 Uhr

Vortrag Dr. Frank Berger: „Er lebte gern auf großem Fuße. Forsters Finanzen“

12.30-12.45 Uhr: Diskussion/Tagungsende

13.00-14.00 Uhr: Mittagessen im Erbacher Hof Änderungen vorbehalten

14.45 Uhr: Hauptversammlung der DNG

 

Die Teilnahmegebühr beträgt €40 (einschließlich aller Mahlzeiten), €20 (ohne Hauptmahlzeiten).

Ein begrenztes Zimmerkontingent steht im Erbacher Hof zur Verfügung (Anmeldung bis 1. August 2021 bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 06131135806).

Der Erbacher Hof in der Mainzer Altstadt (Grebenstraße 24-26) befindet sich direkt hinter dem Dom (Tel. 06131/2570, Rezeption).

Eine schriftliche Anmeldung zur Tagung ist wegen der Essenversorgung durch den Erbacher Hof sowie zur Kontaktaufnahme bei Absage unbedingt erforderlich,  bis spätestens 6. September 2021 an:

Dr. Karl Ortseifen, Zum Knechelsberg 7, 55127 Mainz

Personalia